 {"id":36883,"date":"2025-02-13T10:07:19","date_gmt":"2025-02-13T10:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/?post_type=blog&#038;p=36883"},"modified":"2025-02-13T11:04:58","modified_gmt":"2025-02-13T11:04:58","slug":"immobilien-investitionsjahr-2025-der-ausblick","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/blog\/immobilien-investitionsjahr-2025-der-ausblick\/","title":{"rendered":"Immobilien-Investitionsjahr 2025 \u2013 der Ausblick"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das neue Investitionsjahr 2025 ist bereits in vollem Gange. H\u00f6chste Zeit, dass wir uns die Frage stellen, auf was sich Schweizer Immobilien-Investoren in den n\u00e4chsten 12 Monaten einstellen m\u00fcssen. Wir beleuchten in diesem Artikel 5 wesentliche Punkte, die f\u00fcr den Schweizer Immobilien-Markt im Jahr 2025 entscheidend sein werden.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-niffler-table-of-contents\">\n    <p class=\"title\">\n        <span>Inhalt<\/span>\n        <svg width=\"24\" height=\"24\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\">\n<path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M12 13.9393L17.4697 8.46967C17.7626 8.17678 18.2374 8.17678 18.5303 8.46967C18.8232 8.76256 18.8232 9.23744 18.5303 9.53033L12 16.0607L5.46967 9.53033C5.17678 9.23744 5.17678 8.76256 5.46967 8.46967C5.76256 8.17678 6.23744 8.17678 6.53033 8.46967L12 13.9393Z\" fill=\"currentColor\"\/>\n<\/svg>\n    <\/p>\n    <ul><li class=\"\"><a href=\"#\">Zinsen<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#\">Ausgangslage<\/a><\/li><li class=\"even\"><a href=\"#\">Ausblick<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"even\"><a href=\"#\">Mieten<\/a><ul><li class=\"even\"><a href=\"#\">Ausgangslage<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#\">Ausblick<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"\"><a href=\"#\">Politik<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#\">Ausgangslage<\/a><\/li><li class=\"even\"><a href=\"#\">Ausblick<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"even\"><a href=\"#\">Baut\u00e4tigkeit<\/a><ul><li class=\"even\"><a href=\"#\">Ausgangslage<\/a><\/li><li class=\"\"><a href=\"#\">Ausblick<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class=\"\"><a href=\"#\">Preisentwicklung<\/a><ul><li class=\"\"><a href=\"#\">Ausgangslage<\/a><\/li><li class=\"even\"><a href=\"#\">Ausblick<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zinsen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Leitzinsentwicklung in der Schweiz ist zweifelsohne der Faktor, welcher die Marschrichtung auf dem Schweizer Immobilien-Markt im letzten Jahr wesentlich beeinflusst hat \u2013 und zwar schneller und deutlicher als erwartet. Zur Erinnerung: Erst im Juni 2023 hat die SNB den Leitzins in einem letzten Schritt auf 1,75% erh\u00f6ht. Zu diesem Zeitpunkt ging kaum jemand davon aus, dass das Zinsniveau bereits innerhalb der Jahresfrist wieder gesenkt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem ist es passiert. Nur 9 Monate nach der letzten Erh\u00f6hung im Juni 2023 hat die SNB im M\u00e4rz 2024 die Zinsen das erste Mal wieder gesenkt \u2013&nbsp;um 25 Basispunkte. Zwei weitere Senkungen um jeweils 25 Basispunkte erfolgten bei den geldpolitischen Lagebeurteilungen im Juni und September 2024. Bei der letzten Beurteilung im Dezember 2024 erfolgte ein Schritt um 50 Basispunkte. Heute (Stand Februar 2025) steht der Leitzins der SNB bei 0,5%.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure style=\"background-color: ;\" class=\"padding- align-none wp-block-niffler-image\">\n    <img decoding=\"async\"\n        src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2025\/02\/Leitzinsentwicklung-SNB-seit-Anfang-2022.png\"\n        class=\"aspect-ratiodefault\"\n        alt=\"\"\n            >\n    <\/figure>\n\n\n\n<p>Um es auf der Zeitachse deutlich zu machen: Zwischen Juni 2022 und Juni 2023 hat die Nationalbank den Leitzins mit 5 Schritten binnen 12 Monaten von \u20130.75% auf 1,75% erh\u00f6ht. Zwischen M\u00e4rz 2024 und Dezember 2024 hat sie ihn mit 4 Schritten von 1,75% auf 0,5% gesenkt. Dazwischen lag eine Pause von 9 Monaten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zweifelsohne haben die schnellen Erh\u00f6hungen auf 1,75% viele Anleger auf dem Immobilienmarkt verunsichert. Der Unsicherheitsfaktor lag aber nicht beim Zinsniveau per se. 1,75% sind zwar deutlich mehr als w\u00e4hrend der extremen Tiefzinsphase der Vorjahre, erlauben aber weiterhin genug Spielraum f\u00fcr solide Renditen. Viel entscheidender ist die Frage nach Stabilit\u00e4t. Solange Anleger nicht absch\u00e4tzen k\u00f6nnen, ob Gipfel oder Sohlen bereits erreicht sind, verhalten sie sich zur\u00fcckhaltend. Insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 l\u00e4sst sich dieser Umstand anhand deutlich zur\u00fcckgegangener Transaktionszahlen belegen. Eine \u00e4hnliche Zur\u00fcckhaltung \u2013 wenn auch weitaus weniger ausgepr\u00e4gt \u2013&nbsp;l\u00e4sst sich \u00fcbrigens auch im aktuellen Umfeld wahrnehmen, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Es dominiert die Frage \u00abgeht es noch tiefer?\u00bb<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-niffler-featured-post\">\n    <div class=\"post-image\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2025\/01\/thn.png\" alt=\"\" class=\"post-featured-image\" \/>\n    <\/div>\n\n    <div class=\"post-data\">\n        <p class=\"post-title\">Ausblick 2025 | Was erwartet uns im neuen Investitionsjahr?<\/p>\n\n                    <p class=\"post-subtitle\">How to Real Estate Podcast #129<\/p>\n        \n        <ul class=\"post-info\">\n            <li>\n                <a href=\"#\" class=\"badge\">\n                    <svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"24\" height=\"24\" fill=\"currentColor\" viewBox=\"0 0 24 24\">\n  <path fill=\"#333\" fill-rule=\"evenodd\" d=\"M12 4.75c-3.437 0-6.157 2.638-6.157 5.813v1.778H8.75v7.409H4.256a1.862 1.862 0 01-1.556-.816c-.316-.451-.45-1.009-.45-1.525v-2.727c0-.517.134-1.074.45-1.525a1.862 1.862 0 011.556-.816h.087v-1.778C4.343 6.487 7.808 3.25 12 3.25s7.657 3.238 7.657 7.313v1.778h.087c.692 0 1.224.343 1.556.816.316.451.45 1.008.45 1.525v2.727c0 .516-.134 1.074-.45 1.525a1.862 1.862 0 01-1.556.816H15.25v-7.41h2.907v-1.777c0-3.175-2.72-5.813-6.157-5.813zm4.75 9.09v4.41h2.994c.145 0 .241-.055.328-.178.102-.146.178-.384.178-.663v-2.727c0-.28-.076-.517-.178-.663-.087-.123-.183-.178-.328-.178H16.75zm-12.494 0c-.145 0-.242.056-.328.179-.102.146-.178.384-.178.663v2.727c0 .28.076.517.178.663.086.123.183.178.328.178H7.25v-4.41H4.256z\" clip-rule=\"evenodd\"\/>\n<\/svg>\n                    podcast                <\/a>\n            <\/li>\n                        \n            <li><a href='https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/category\/marktanalyse\/' class='badge'>Marktanalyse<\/a><\/li>        <\/ul>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Schweizerische Nationalbank hat in den Jahren 2022 und 2023 die Inflationsbek\u00e4mpfung ins Zentrum ihrer \u00dcberlegungen ger\u00fcckt \u2013&nbsp;mit Erfolg. Die SNB hat es mit Ihren Massnahmen schnell geschafft, die Inflation in der Schweiz im gew\u00fcnschten Zielband zwischen 0 und 2% zu stabilisieren. Im Zuge dessen hat sich ihr Fokus wieder verschoben. Oberste Priorit\u00e4t hat nun wieder die W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t. Die SNB will eine zu starke Aufwertung des Schweizer Frankens verhindern. Dazu stehen ihr zwei verschiedene Instrumente zur Verf\u00fcgung: Interventionen am Devisenmarkt und Anpassungen des Leitzins. Bei Letzterem ist das Szenario relativ simpel: Tiefere Zinsen machen den Schweizer Franken als \u00absicheren Hafen\u00bb&nbsp;weniger attraktiv, wobei dessen \u00abUnattraktivit\u00e4t\u00bb stets&nbsp;in Relation zu anderen W\u00e4hrungen zu sehen ist \u2013&nbsp;insbesondere zum Euro. Je tiefer die Zinsen in anderen relevanten Wirtschaftsr\u00e4umen (insbesondere EZB), desto gr\u00f6sser wird der Druck auf die SNB, die eigenen Leitzinsen nach unten zu korrigieren, um entsprechende Deltas aufrechtzuerhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die SNB hat in den letzten Monaten mit einer auff\u00e4llig proaktiven Kommunikation versucht, einen m\u00f6glichst grossen Handlungsspielraum zu etablieren. Der neue SNB-Pr\u00e4sident Martin Schlegel hatte bei jedem Interview eine zentrale Botschaft: <a href=\"https:\/\/www.cash.ch\/news\/top-news\/snb-prasident-schlegel-schliesst-devisenmarktinterventionen-und-negativzinsen-nach-wie-vor-nicht-aus-787844\">\u00abWir schliessen Negativzinsen nicht aus\u00bb<\/a>. Die Marschrichtung ist klar vorgegeben:&nbsp; Die Zinsen werden weiter nach unten korrigiert werden \u2013 wie stark h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab. F\u00fcr die Zinsentscheide der SNB d\u00fcrften insbesondere folgende Fragen relevant sein:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wie entwickelt sich die zuletzt stark geschw\u00e4chte Wirtschaft im Euroraum?<\/strong><br>Der Druck auf die EZB, mit tieferen Zinsen f\u00fcr weitere wirtschaftliche Entlastung zu sorgen, d\u00fcrfte bei jeder weiteren schlechten Konjunktur-Meldung stetig zunehmen.<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wie entwickelt sich die Inflation in den relevanten Partner-\u00d6konomien, insbesondere der USA und dem Euroraum?&nbsp;<\/strong><br>Anders als in der Schweiz haben entsprechende Volkswirtschaften die Inflation noch nicht vollends unter Kontrolle. Das schm\u00e4lert \u2013&nbsp;zumindest theoretisch \u2013 deren Spielraum f\u00fcr Leitzinssenkungen. Gleichzeitig entstehen durch die Strafzollstrategie der Trump-Regierungen zus\u00e4tzliche Inflationsrisiken.<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Wie stark ger\u00e4t die FED unter politischen Druck?<\/strong><br>Die Zinsen in den USA sind weiterhin verh\u00e4ltnism\u00e4ssig hoch. Es ist kein Geheimnis, dass der neue US-Pr\u00e4sident Trump mit der Zinspolitik von Jerome Powell <a href=\"https:\/\/www.politico.com\/news\/2025\/02\/12\/trump-lower-borrowing-costs-clash-fed-00203788\">nicht einverstanden<\/a> ist und dass er aktiv Einfluss auf die Zinspolitik der USA nehmen m\u00f6chte.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>In diesem dynamischen Umfeld wird die Schweizerische Nationalbank versuchen, ihre Zinsstrategie nach dem Motto: <em>\u00abso tief wie n\u00f6tig, so hoch wie m\u00f6glich\u00bb<\/em> auszuloten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Weitere Senkungen der Leitzinsen sind wohl <em>unumg\u00e4nglich<\/em>. Eine Senkung des Leitzinsen auf 0% ist <em>wahrscheinlich. <\/em>Die Einf\u00fchrung von Negativzinsen ist <em>m\u00f6glich<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mieten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem Anstieg der Leitzinsen im Juni 2022 war bei den Mietzinsen etwas zu beobachten, was seit der Einf\u00fchrung des Referenzzinssatzes im Jahr 2008 so noch nie der Fall war: Die Angebots- und Bestandsmieten haben sich in die gleiche Richtung bewegt \u2013\u00a0nach oben. In den letzten zwei Jahren hatten Vermieter zweimal die Gelegenheit, den Zins von bestehenden Mietverh\u00e4ltnissen basierend auf einem gestiegenen Referenzzinssatz zu erh\u00f6hen. Seit der Einf\u00fchrung im Jahr 2008 war der Referenzzinssatz 9 mal in Folge gesenkt worden \u2013\u00a0von urspr\u00fcnglich 3% im Jahr 2008 auf 1,25% im Jahr 2020. Im Juni und Dezember 2023 erfolgten zwei Erh\u00f6hungen um jeweils 25 Basispunkte. Aktuell liegt der Referenzzinssatz bei 1,75%. Die Angebotsmieten sind im gleichen Zeitraum kontinuierlich gestiegen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure style=\"background-color: ;\" class=\"padding- align-none wp-block-niffler-image\">\n    <img decoding=\"async\"\n        src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2025\/02\/Entwicklung-Referenzzinssatz-seit-2008-1.png\"\n        class=\"aspect-ratiodefault\"\n        alt=\"\"\n            >\n    <\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Unterscheidung zwischen Angebots- und Bestandsmieten ist auch f\u00fcr den Ausblick f\u00fcr die n\u00e4chsten 12 Monate entscheidend, denn der kurzfristige Gleichschritt, der in den letzten Monaten zu beobachten war, wird sich nicht fortsetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 2025 wird das Bundesamt f\u00fcr Wohnungswesen erneut den Referenzzinssatz festlegen und es gilt bereits heute als sicher, dass der Referenzzinssatz dann um 25 Basispunkte gesenkt wird. Damit hat ein Grossteil der Bestandsmieter ab Juni 2025 die M\u00f6glichkeit, eine Mietzinsreduktion um 2,9% zu beantragen. Viele Vermieter haben erst vor Kurzem (Dezember 2023) ihre Mieten referenzzinssatzbasiert erh\u00f6ht. Angesichts dieser noch frischen Erinnerung d\u00fcrfte der Anteil derjenigen Mieter, welche eine entsprechende Reduktion beantragen werden, deutlich h\u00f6her sein, als bei vorhergegangenen Senkungen des Referenzzinssatzes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Angebotsmieten spricht \u2013 zumindest in der schweizweiten Betrachtung \u2013&nbsp;indes wenig f\u00fcr eine Trendwende. Alle Trends, die dem Anstieg der Angebotsmieten \u00fcber die letzten Jahre zugrunde liegen, zeigen sich weiterhin unver\u00e4ndert oder sogar versch\u00e4rft. Aber Achtung: Regional kann die Situation anders sein. Eine Garantie f\u00fcr immer weiter steigende Mietpreise gibt es trotz des schweizweiten Trends keine. Insbesondere ausserhalb der Hotspots sind stagnierende oder sogar leicht r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklungen bei den Angebotsmieten m\u00f6glich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: Die Bestandsmieten werden sinken. Die Angebotsmieten werden schweizweit steigen, wobei mit starken regionalen Unterschieden gerechnet werden muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Politik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wohnpolitik findet in der Schweiz aktuell auf der ganz grossen B\u00fchne statt. Das Thema bewegt die Schweizer Bev\u00f6lkerung \u2013 und es ist wahlentscheidend. Dementsprechend ist es allen Parteien ein Anliegen, sich diesem Thema anzunehmen. Im Jahr 2024 war Wohnungsknappheit eines der dominierenden politischen Themen, das regelm\u00e4ssig f\u00fcr Schlagzeilen gesorgt hat. Beinahe alle Parteien positionieren sich bei diesem Thema in hoher Frequenz. Bei der Definition des Problems sind sich alle mehr oder weniger einig: Es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum in der Schweiz. Die L\u00f6sungsans\u00e4tze stehen sich allerdings diametral gegen\u00fcber: Die Linke fordert mehr staatliche Kontrolle. Die b\u00fcrgerliche Mitte m\u00f6chte weniger Regulierung. Die Rechte fordert eine Beschr\u00e4nkung der Zuwanderung. Zur St\u00e4rkung dieser Positionen haben entsprechende Lager auf nationaler Ebene entsprechende \u00abPferde\u00bb in Form verschiedener Initiativen ins Rennen geschickt. Die b\u00fcrgerliche Mitte ist j\u00fcngst mit zwei Mietrechtsvorlagen <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/abstimmungen-november-2024-entscheid-zu-untermiete-und-eigenbedarf-offen-979740553988\">an der Urne gescheitert<\/a>, gegen welche der Mieterverband das Referendum ergriffen hat. Die SVP hat fordert mit ihrer Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb&nbsp;eine radikale L\u00f6sung bei der Zuwanderung. Und die Linke hat <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/jetzt-kommt-die-initiative-fuer-die-staatliche-mietzinskontrolle-ld.1838184\">eine Volksinitiative gegen zu hohe Mieten<\/a> lanciert, in welcher unter anderem eine staatliche Kontrolle der Mietzinsen gefordert wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Wohnungsknappheit hat auf der politischen Ebene insbesondere im Wahljahr 2023 eine grosse Rolle gespielt. Nachwirkungen davon haben wir im Jahr 2024 gesp\u00fcrt. Wohnraum in der Schweiz ist nach wie vor knapp \u2013\u00a0dementsprechend besteht grunds\u00e4tzlich weiterhin Potential, dass dieses emotionale Thema opportun bleibt. Gleichzeitig spricht auch einiges daf\u00fcr, dass Wohnpolitik quantitativ und qualitativ an politischer Bedeutung verlieren wird:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wohnpolitik als Wahlkampfthema r\u00fcckt nach den Wahlen tendenziell eher wieder in den Hintergrund<\/li>\n\n\n\n<li>Bevorstehende Referenzzinssatz-Senkungen werden den Druck auf die Bestandsmieten reduzieren<\/li>\n\n\n\n<li>Das Thema verliert gegen\u00fcber neuen dramatischen geopolitischen Herausforderungen an Relevanz<\/li>\n\n\n\n<li>Das Angebot wird durch eine steigende Baut\u00e4tigkeit wieder (wenn auch nicht ausreichend) gest\u00e4rkt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Aufgrund der verh\u00e4rteten Fronten haben es Vorst\u00f6sse auf Bundesebene in der Regel eher schwer. Spannend wird der Wahlkampf rund um die SVP-Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb. Diese scheint \u2013 zumindest aus heutiger Perspektive \u2013 nicht komplett chancenlos. Wohnungsknappheit wird auch im Abstimmungskampf zu dieser Initiative ein zentrales Element. Die Abstimmung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2026.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viel entscheidender als die Bundesebene scheint f\u00fcr Investoren aktuell die kantonale und kommunale Ebene. Denn dort k\u00f6nnen neue Regulierungen oder De-Regulierungen schnell zu gravierenden neuen Voraussetzungen auf dem Immobilienmarkt f\u00fchren. Prominente Beispiele daf\u00fcr sind die Kantone Genf oder Basel Stadt. Aber auch andere politische Gesch\u00e4fte in anderen Kantonen haben in den letzten 12 Monaten die regionalen Immobilienm\u00e4rkte in die eine oder andere Richtung ver\u00e4ndert. Einige Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Amt f\u00fcr St\u00e4dtebau hat in Winterthur <a href=\"https:\/\/www.landbote.ch\/immobilien-in-winterthur-stadt-schockt-architekten-und-bauherrinnen-mit-strikteren-auflagen-987807140331\">neue Mindestanteile f\u00fcr Gr\u00fcnfl\u00e4chen<\/a> festgelegt und mit diesen massiven Einschr\u00e4nkungen dutzende Wohnprojekte gef\u00e4hrdet.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stadt-Z\u00fcrcher SVP ist mit dem <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich-stadtwohnungen-svp-gelingt-im-gemeinderat-seltener-erfolg-936028970361\">Postulat \u00abZ\u00fcrcher First\u00bb<\/a>&nbsp;im Parlament durchgekommen \u2013&nbsp;sie fordert die Bevorzugung von ans\u00e4ssigen Stadt-Z\u00fcrchern bei der Wohnungssuche.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Das Parlament hat auf Bundesebene im September weitgehende <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/strenge-laermschutzvorgaben-blockierten-jahrelang-projekte-bis-jetzt-nun-gibt-es-grund-auf-mehr-wohnungen-zu-hoffen-ld.1865997\">Lockerungen des L\u00e4rmschutzes <\/a>beschlossen. Die Gegner haben auf die Ergreifung eines Referendums verzichtet. Eine Deregulierung, die sich auf den Wohnungsbau auswirken wird.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Auch andere Kantone und Gemeinden versuchen auf kantonaler und kommunaler Ebene L\u00f6sungen f\u00fcr mehr bezahlbaren Wohnraum zu entwickeln. Mit entsprechenden Vorst\u00f6ssen ist auch im kommenden Jahr zu rechnen.<br><br>Fazit: Schweizer Immobilienbesitzer m\u00fcssen die wohnpolitischen Massnahmen sowohl auf nationaler, kantonaler wie auch kommunaler Ebene weiterhin scharf im Blick behalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Baut\u00e4tigkeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die tiefe Baut\u00e4tigkeit in der Schweiz ist ein gravierendes Problem. Seit 2019 sank die Zahl der neuen Wohnungen Jahr f\u00fcr Jahr. Zuletzt kamen im Jahr 2022 auf 52\u2019000 zus\u00e4tzliche Haushalte nur 41\u2019000 zus\u00e4tzliche Wohnungen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Flaute sind vielseitig:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Noch im Jahr 2019 lautete das Narrativ der Stunde <a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/wirtschaft\/immo-superzyklus-geht-in-die-verlaengerung-leerstaende-werden-zum-chronischen-problem-id15535788.html\">\u00ab\u00dcberangebot\u00bb und \u00abrekordhohe Leerst\u00e4nde\u00bb<\/a>. Eine derart schnelle Kehrtwende zum Unterangebot wurde damals nicht antizipiert \u2013 auch nicht von Seiten der Investoren und Projektentwickler.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise im Zuge des Ausbruchs des Ukraine-Konflikts im Jahr 2021.<\/li>\n\n\n\n<li>Immobilien-Investitionen wurden im Zuge der ab 2022 gestiegenen Zinsen aufgrund von h\u00f6heren Fremdfinanzierungskosten weniger attraktiv.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine deutliche Zunahme bei den Rekursen und Einsprachen von Wohnprojekten, insbesondere in st\u00e4dtischen Gebieten.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Strategiewechsel zahlreicher institutioneller Investoren mit starkem Fokus auf ESG<\/li>\n\n\n\n<li>Basel III erschwert den Zugang zu Projektfinanzierungen f\u00fcr Entwickler<\/li>\n\n\n\n<li>Ver\u00e4nderung der Zuwanderungsdynamik seit den Corona-Jahren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wer sich die obere Liste anschaut, kann bei entscheidenden Punkten einen dicken Haken machen. Die Dringlichkeit von mehr bezahlbarem Wohnraum und entsprechende Nachfrage-Sicherheit ist eindeutig gegeben. Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich normalisiert. Die Zinsen sinken wieder. Angesichts dessen erscheint eine Zunahme der Baut\u00e4tigkeit f\u00fcr 2025 als wahrscheinlich. Daf\u00fcr spricht auch eine deutliche Zunahme der Baubewilligungen im Jahr 2024. Gegen einen radikalen Umschwung spricht aber angesichts der weiterhin starken Nachfrage weiterhin einiges:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Baupreise sind zwar stabilisiert, liegen aber nach wie vor rund 15% h\u00f6her als noch im Jahr 2019.<\/li>\n\n\n\n<li>Hohe Baulandpreise und verschiedene Auflagen machen das Bauen nach wie vor sehr teuer.<\/li>\n\n\n\n<li>Basel III macht die Finanzierung von Wohnbauprojekten deutlich schwieriger<\/li>\n\n\n\n<li>Netto-Null-Klimaziel: h\u00f6here Baukosten f\u00fcr nachhaltige Materialien und Bauweisen mindern die Rentabilit\u00e4t.&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Die Baut\u00e4tigkeit wird im Jahr 2025 zunehmen. Allerdings nicht in einem Ausmass, welches sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt mit sich bringt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Preisentwicklung<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausgangslage<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die gestiegenen Zinsen im Jahr 2022 galten eigentlich als Garantie f\u00fcr eine Preiskorrektur bei Schweizer Rendite-Immobilien. Wer auf die etablierten Preisindex f\u00fcr Schweizer Mehrfamilienh\u00e4user schaut, kann davon nichts feststellen. Die Preise f\u00fcr Mehrfamilienh\u00e4user haben sich auch im vergangenen Jahr stabil entwickelt, wobei das Wachstum moderat blieb. Die Preisdynamik auf dem Schweizer Markt f\u00fcr Rendite-Immobilien wird vordergr\u00fcndig durch die weiterhin hohe Nachfrage und das enorm beschr\u00e4nkte Angebot dominiert. Diese dominierende Stabilit\u00e4t zeigt sich auch durch verh\u00e4ltnism\u00e4ssig starke Ver\u00e4nderung bei den Leitzinsen relativ unbeeindruckt.<\/p>\n\n\n\n<figure style=\"background-color: ;\" class=\"padding- align-none wp-block-niffler-image\">\n    <img decoding=\"async\"\n        src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2025\/02\/Preisindizes-fuer-Schweizer-Rendite-Immobilien.png\"\n        class=\"aspect-ratiodefault\"\n        alt=\"\"\n            >\n    <\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es spricht aktuell nichts f\u00fcr eine Trendwende bei der Preisdynamik. Im Gegenteil: Alle Gegebenheiten f\u00fcr ein weiterhin moderates Preiswachstum sind gegeben:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sinkendes Zinsumfeld<\/li>\n\n\n\n<li>Steigende Angebotsmieten<\/li>\n\n\n\n<li>Schwindende Anlagealternativen (z.B. Bundesobligationen)<\/li>\n\n\n\n<li>Hohe Zuwanderung<\/li>\n\n\n\n<li>Weiterhin tiefe Baut\u00e4tigkeit<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Fazit: Weiterhin keine Panik. Auch im Jahr 2025 werden die \u00dcberraschungen an der Preisfront ausbleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":36884,"parent":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"subtitle":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-36883","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Immobilien-Investitionsjahr 2025 \u2013 der Ausblick - crowdhouse :: Switzerland<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/blog\/immobilien-investitionsjahr-2025-der-ausblick\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Immobilien-Investitionsjahr 2025 \u2013 der Ausblick - crowdhouse :: Switzerland\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das neue Investitionsjahr 2025 ist bereits in vollem Gange. 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