 {"id":25955,"date":"2022-04-12T13:33:07","date_gmt":"2022-04-12T12:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/?post_type=podcasts&#038;p=25955"},"modified":"2024-09-17T22:16:36","modified_gmt":"2024-09-17T22:16:36","slug":"aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen","status":"publish","type":"podcast","link":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/","title":{"rendered":"Aktuelle Marktsituation | Kommen jetzt Korrekturen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Intro\"><strong>Das Wort \u00abZeitenwende\u00bb liest und h\u00f6rt man aktuell oft. Das aktuelle Weltgeschehen verschiebt sicher geglaubte politische, milit\u00e4rische und \u00f6konomische Parameter in einer Art und Weise, die vor wenigen Monaten f\u00fcr viele undenkbar schien. In dieser Folge des How to Real Estate Podcasts fokussieren sich Robert Plantak und Michael Meier auf eine ganz spezifische Betrachtung: Wie beeinflussen der Konflikt in der Ukraine, die Pandemie-Entwicklung in China, sowie die weltweite Inflations- und Energieproblematik die Schweizer Finanz- und Immobilienm\u00e4rkte? Und ist jetzt der Zeitpunkt f\u00fcr Korrekturen gekommen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-niffler-quote\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2024\/09\/DSC06668.jpg\" alt=\"Robert Plantak Mitgr\u00fcnder  CEO &#038; Verwaltungsrat der crowdhouse (Schweiz) AG\" class=\"image\" \/>\n    \n            <p class=\"quote\"><strong>Eine der gr\u00f6ssten St\u00e4rken von direkten Immobilienanlagen ist die Krisenresistenz. Nun ist die Zeit gekommen, in welcher diese Anlageklasse diese St\u00e4rke endg\u00fcltig unter Beweis stellen wird.<\/strong><\/p>\n    \n    <footer>\n        <p class=\"author-name\">Robert Plantak<\/p>\n        <p class=\"author-title\">CEO crowdhouse<\/p>\n    <\/footer>\n<\/blockquote>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-niffler-quote\">\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2024\/09\/DSC06896-1.jpg\" alt=\"Michael Meier\" class=\"image\" \/>\n    \n            <p class=\"quote\"><strong>Aktuell trifft viel Kapital auf eine breite Palette an Unsicherheitsfaktoren. Das zementiert meines Erachtens die ohnehin schon markante Alternativlosigkeit zu Schweizer Immobilien.<\/strong><\/p>\n    \n    <footer>\n        <p class=\"author-name\">Michael Meier<\/p>\n        <p class=\"author-title\">Director Marketing &amp; Communications<\/p>\n    <\/footer>\n<\/blockquote>\n\n\n<p>Hinweis: Sie k\u00f6nnen den Podcast h\u00f6ren (dazu bitte einfach oben klicken) oder das ganze Gespr\u00e4ch hier nachlesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge des \u201eHow to Real Estate\u201c-Podcasts. Ich m\u00f6chte mich zu Beginn gerne daf\u00fcr entschuldigen, dass wir eine unfreiwillige 5-w\u00f6chige Pause einlegen mussten. Diese war zun\u00e4chst krankheits- und dann ferienbedingt. Aber ich bin sehr froh, dass wir heute wieder eine neue Folge aufnehmen. Wie immer am Mikrofon bin ich, Michael Meier, und mein Gespr\u00e4chspartner Robert Plantak. Guten Morgen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Guten Morgen Michael.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Ich glaube, wir haben uns noch nie so leicht getan, ein Thema f\u00fcr eine Folge auszuw\u00e4hlen. Das aktuelle Weltgeschehen bietet derzeit mehr als genug Gespr\u00e4chsstoff. Meine Frage an dich: Ein wesentliches Argument, wieso Personen sich dazu entscheiden, <a href=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/immobilien-investieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in Immobilien zu investieren<\/a>, ist die Krisenresistenz. Ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, bei dem diese Anlageklasse diese Krisenresistenz unter Beweis stellen kann?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Ich glaube, ja&nbsp;\u2013 ziemlich stark sogar. Es zeichnet sich ganz gut ab: Seit dem Krieg in der Ukraine und der eigentlich seit Anfang des Jahres anhaltenden Korrekturen und der mittlerweile wieder kurzen Erholungspause an den Finanzm\u00e4rkten, ist, glaube ich, eine Sache wirklich klar geworden: es ist immer noch sehr viel Kapital im Markt. In den letzten 2\u20132.5&nbsp;Jahren wurde extrem viel neues Geld in den Markt gesp\u00fclt und dies ist nach wie vor vorhanden. Auch die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren hervorragend gewirtschaftet. Die Wirtschaften der westlichen L\u00e4nder liefen trotz Pandemie sehr, sehr gut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und was man jetzt ein bisschen beobachtet, ist, dass das Geld wieder irgendwo alloziiert werden muss. Das heisst, trotz Krise und hoher Volatilit\u00e4t ist, glaube ich, das Parken von Kapital in Cash insbesondere auch aufgrund der hohen Inflation nicht wirklich ein Thema. Zum Beispiel: Wenn du den Dollar betrachtest, hast du die Wahl zwischen (theoretisch) fast -8% j\u00e4hrlich, die du garantiert hast, du hast die Wahl zwischen Real Estate, Aktien, Obligationen, Kryptow\u00e4hrungen und so weiter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube zumindest das auch die letzten Wochen beobachtet und ein paar Analysten-Meinungen dazu gelesen zu haben, wo sich alle fragen, wieso die B\u00f6rse eigentlich wieder gestiegen ist. Klar, wir sind noch nicht auf dem Niveau vom Ende des letzten Jahres, aber wir sind seit dem Tiefpunkt kurz nach Ausbruch des Krieges eigentlich nochmals deutlich gestiegen. Und die Erkl\u00e4rung der Analysten und auch meine Meinung ist: Irgendwo muss das Geld hin. Was erwarten wir jetzt eigentlich die n\u00e4chsten Wochen, Monate und Jahre? Wahrscheinlich, dass wir in Richtung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stagflation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stagflation<\/a> gehen, Rezession, und wo soll das Kapital geparkt werden?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Tenor ist grunds\u00e4tzlich, dass man versucht, risikobehaftete Anlageklassen zu verlassen und wieder Stabilit\u00e4t zu suchen und hier spreche ich mal spezifisch vom <a href=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/videos\/schweizer-immobilienmarkt-5-besonderheiten%ef%bf%bc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schweizer Immobilienmarkt<\/a> beziehungsweise auch von direkt gehaltenen Anlageimmobilien, bei denen man auch immer wieder h\u00f6rt und liest, dass sie jetzt auf H\u00f6chstst\u00e4nden seien. Aber da soll mir bitte jemand sagen, was die Alternative w\u00e4re? Und da es meiner Meinung nach keine Alternative gibt&nbsp;\u2013 und da existiert ja das bekannte Akronym Tina: \u201eThere is no alternative&nbsp;\u2013 ist es, glaube ich das, was auch die n\u00e4chsten Jahre sehr viel Kapital in den Immobilienmarkt einbringen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Ich habe mit sehr vielen Kunden und Investoren dar\u00fcber gesprochen und die Angst vor Korrekturen ist zurzeit da&nbsp;\u2013&nbsp;nat\u00fcrlich ist sie immer da, aber jetzt im Moment ganz besonders. Und ich kann dir eventuell auch ein Argument liefern, wieso man zu dieser Ansicht gelangen k\u00f6nnte. Man hat gesehen, dass die l\u00e4ngerfristigen Zinsen f\u00fcr Festhypotheken jetzt gestiegen sind, ohne dass die SNB reagiert hat, inflationsbedingt. H\u00f6here Zinsen bedeuten f\u00fcr jemanden, der Immobilien kauft, h\u00f6here Kosten, das bedeutet weniger Spielraum, um Renditen zu realisieren. Das k\u00f6nnte Druck auf die Preise ausl\u00f6sen. Aus dieser Perspektive sicherlich ein Argument, das zumindest ich nachvollziehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Absolut richtig. Die Zinsen f\u00fcr die Mittel und sehr langfristigen Hypotheken sind tats\u00e4chlich gestiegen. Aber wenn man sich das aktuelle Zinsniveau anschaut, und, du hast es sch\u00f6n gesagt, die SNB f\u00e4hrt eigentlich immer noch den -0.75%-Kurs. Die Inflation ist mittlerweile in der Schweiz bei 2\u20132.5%. Auch da muss man aufpassen, wie viel davon durch diesen Schockzustand des Krieges bedingt ist und zwar durch die Verknappung von \u00d6l, Gas und derartige Turbulenzen an den M\u00e4rkten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin ist zu \u00fcberlegen, inwiefern auch die Rohstoffpreise diese Inflation antreiben und wie viel Inflation durch bestehende Lieferketten-Probleme bedingt ist. Shanghai ist erneut im Komplett-Lockdown, China ist immer noch die \u201eFabrik der Welt\u201c. Die Zeiten von Zalando-Paketen, die schon geliefert werden, bevor du auf den Bestellknopf gedr\u00fcckt hast, sind vorbei. Mittlerweile sind die Lieferfristen auf ein paar Wochen, wenn nicht Monate, gestiegen. Ein aktuelles Beispiel bei uns: allein auf unsere Kaffeemaschine hier im B\u00fcro warten wir schon seit \u00fcber zwei Monaten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Ein kurzer Einschub, weil ich fr\u00fcher im E-Commerce-Bereich gearbeitet habe: \u201eFast Delivery\u201c wollen Anbieter zwar unbedingt offerieren, aber ist zum Teil kostentechnisch nicht lukrativ. Mit den steigenden Energiepreisen wird sich dieses Problem nochmals verst\u00e4rken, denn beispielsweise der Lastwagen, der dem Konsumenten die Ware liefert, kostet unterm Strich mehr.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Absolut. Und das Gleiche sehe ich auch auf dem Bau. Das heisst, die Baukostenpreise sind wirklich gestiegen. Die Erstellung eines Bauwerks kostet heute deutlich mehr und dauert wegen der Lieferverz\u00f6gerungen unter Umst\u00e4nden auch deutlich l\u00e4nger. Das erh\u00f6ht wiederum den Druck auf die Preise und jetzt tritt gleichzeitig das Gegenspiel der Zinsen auf. Diese muss man durch eine gewisse Preis- und Wirtschaftsstabilit\u00e4t im Griff halten, worauf sich die W\u00e4hrungsh\u00fcter beziehungsweise Zentralbanken derzeit alle konzentrieren&nbsp;\u2013 neben der Inflation nat\u00fcrlich, die das Hauptmandat ist. Das heisst also, wenn man die Eurozone betrachtet oder den europ\u00e4ischen Kontinent, dann geht es L\u00e4ndern wie Italien, Griechenland und ein paar anderen, die enorm hoch verschuldet sind, nach wie vor nicht gut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kommentare von der EZB, die davon ausgeht, dass auch wenn die Zinsen angehoben werden&nbsp;\u2013 und sie werden ja aktuell im Euroraum angehoben&nbsp;\u2013 sie trotzdem nicht \u00fcber 2.5% steigen k\u00f6nnen. Dann h\u00e4tten wir n\u00e4mlich ganz andere Probleme. Die Frage ist daher, wie wir die Inflation wieder auf ein (einigermassen) normales Niveau bringen, ohne gleich die M\u00e4rkte abzuw\u00fcrgen und mit extremer Anhebung der Zinsen in die Krise zu treiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt zur\u00fcck zu den Immobilien: Die mittleren und langfristigen Hypotheken in der Schweiz sind tats\u00e4chlich gestiegen, aber wenn man dies mit den letzten 10 oder 20 Jahren vergleicht, sind die Zinsen noch immer enorm tief. Und wenn ich mit institutionellen Investoren spreche, die sich nicht traditionell bei Banken refinanzieren, kriegen diese teilweise immer noch Negativ-Hypotheken, sprich Hypotheken zu praktisch null. Das heisst, die angehobenen Hypothekarzinsen betreffen insbesondere den Konsumenten, der sein Eigenheim erwerben m\u00f6chte. Die \u201eProfis\u201c hingegen haben aber immer noch gen\u00fcgend M\u00f6glichkeiten, sich enorm g\u00fcnstig zu refinanzieren. Und deshalb glaube ich, dass die Luft noch lange nicht aus dem Immobilienmarkt draussen ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Du hast es angesprochen, im 20-j\u00e4hrigen Vergleich sind die Hypothekarzinsen immer noch sehr tief. Gleichzeitig sind aber auch die Preise exorbitant h\u00f6her als sie es noch vor 20 Jahren waren. Also dieses Verh\u00e4ltnis zwischen Kaufpreisen und Zinskosten: Ist das in den letzten 20 Jahren massiv aus dem Ruder gelaufen oder findest du, es ist immer noch auf einem moderaten Niveau? Man h\u00f6rt, dass die Zinskosten steigen und die Preise extrem hoch sind, aber es ist vielleicht gerade f\u00fcr Laien noch schwierig, das in ein Verh\u00e4ltnis zu setzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Ich glaube, wenn man das mit den 90er Jahren oder einfach mit der Vergangenheit vergleicht, haben wir, glaube ich, bez\u00fcglich der Preise noch deutlich Luft nach oben. Bedeutet also auch, dass gute Immobilien an guten Standorten mit guter Performance noch begehrter und damit noch verst\u00e4rkter nachgefragt sein werden&nbsp;\u2013 auch hier in der Schweiz. Wir m\u00fcssen dabei zwei Dinge bedenken: einerseits ist die Schweiz grunds\u00e4tzlich ein kleines Land mit starkem Bev\u00f6lkerungswachstum (ukrainische Fl\u00fcchtlinge mal ausgenommen). Ausserdem bleibt nur noch 30% der ganzen Fl\u00e4che \u00fcbrig, die bebaut werden kann. Wenn man sich auch noch die Zonen anschaut, dann ist dies ein sehr knappes Gut. Zus\u00e4tzlich kommt hinzu, dass hier nicht jeder Immobilien kaufen darf. Durch Lex Koller und Lex Friedrich ist sehr stark limitiert, wer in der Schweiz Immobilien kaufen kann. Ich glaube, das bietet unserem nationalen Markt eine gewisse Stabilit\u00e4t und eine enorme Attraktivit\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Ich m\u00f6chte das Thema mit den Energiekosten gerne vertiefen, weil sich da momentan eine drastische Entwicklung abzeichnet. Sogar soweit, dass in Deutschland tats\u00e4chlich \u00fcberlegt wird, nur noch zu duschen anstatt zu baden, weil sich dies schwarz auf weiss auf die Rechnung auswirkt. Was bedeuten steigende Energiekosten f\u00fcr mich als Immobilienbesitzer, wenn mir beispielsweise ein Mehrfamilienhaus geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Heizen wird deutlich teurer. Nat\u00fcrlich h\u00e4ngt das noch damit zusammen, wie man heizt. Wenn man mit \u00d6l oder Gas heizt und dort die Preise steigen, steigen nat\u00fcrlich auch direkt die Heizkosten. Heizt man mit einer W\u00e4rmepumpe, braucht diese Strom, der auch irgendwie erzeugt werden muss und auch dieser wird teurer. Somit steigen die Nebenkosten, heisst also&nbsp;\u2013 wenn man pauschale Nebenkosten arrangiert hat&nbsp;\u2013 dann schmilzt die Netto-Rendite. Auf der anderen Seite bei Akonto-Nebenkosten steigt der Druck auf die Mieter: Sie m\u00fcssen unter Umst\u00e4nden deutlich h\u00f6here Nebenkosten zahlen und eventuell fallen auch die Nachzahlungen h\u00f6her aus. Somit steigt der Druck auf die Mietzinsen und das muss irgendwie ausgeglichen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Siehst du da momentan eine Gefahr, dass der Druck auf die Mieter so gross wird&nbsp;\u2013 ich rede spezifisch von der Schweiz&nbsp;\u2013 dass Mieter gerade im Segment des bezahlbaren Wohnraums sagen: \u201eOkay, das kann ich mir einfach nicht mehr leisten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Gut, auch diese Mieter m\u00fcssen ja irgendwo wohnen. Jeder hat ein Grundbed\u00fcrfnis danach, ein Dach \u00fcber dem Kopf zu haben. Daher wird man dann an anderen Orten sparen m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Angebot an noch g\u00fcnstigerem Wohnraum, du hast ja jetzt von g\u00fcnstigem Wohnraum gesprochen, ist sehr, sehr limitiert. Man kann nicht einfach seine Zelte aufschlagen und auf dem Feld \u00fcbernachten. Dementsprechend wird man anfangen m\u00fcssen, in anderen Bereichen zu sparen und das kann sich wiederum auf das Konsumverhalten auswirken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Ein anderer Aspekt, den du angesprochen hast, und das h\u00f6ren wir auch immer wieder von Entwicklern, sind die Inflation bzw. die Materialkosten. Der Hauptgrund f\u00fcr Bauverz\u00f6gerungen sind momentan tats\u00e4chlich die Lieferverz\u00f6gerungen f\u00fcr wichtiges Baumaterial. Zum anderen sind auch die Preise gestiegen. Das kann f\u00fcr mich, wenn ich so ein Objekt erwerbe, durchaus eine Rolle spielen, insbesondere wenn Renovierungen anstehen. Da muss ich in der Zwischenzeit einfach davon ausgehen, dass ich daf\u00fcr mehr Geld auf den Tisch legen muss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Absolut. Im Endeffekt hat man die Wahl zwischen mehr Geld oder mehr Zeit: Wenn man zeitlich keinen Druck hat und mit l\u00e4ngeren Lieferzeiten leben kann, dann bekommt man sicherlich noch vern\u00fcnftige Preise. Wenn man jedoch Zeitdruck hat, dann zahlt man drauf. Die Frage ist: Wie lange dauert diese Situation noch an? Es l\u00e4sst sich alles relativ einfach durch die Inflation erkl\u00e4ren, da wirklich viel Geld in den Markt gesp\u00fclt wurde und nach wie vor gesp\u00fclt wird. Meiner Meinung nach ist sie jedoch haupts\u00e4chlich auch aufgrund der Lieferketten da. Es gibt ja nicht pl\u00f6tzlich eine \u00fcbergrosse Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot, sondern die Nachfrage ist vielleicht leicht gestiegen, aber das Angebot hat sich massiv verknappt und deshalb steigen folglich die Preise. Die Frage ist: Wie lange wird dies andauern? Wie lange dauert es, bis China versteht, dass diese \u201eZero-Covid-Policy\u201c&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Da wollte ich auch gerade ankn\u00fcpfen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Unser Lieblingsthema China\u2026dass diese \u201eZero-Covid-Policy\u201c nicht aufgeht. Australien musste dies lernen, genau wie Neuseeland. Und fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird dies auch China lernen m\u00fcssen. Letztes Wochenende war ich in London unterwegs und wie bei uns hier gibt es auch dort keine Massnahmen mehr und die Toten liegen nicht auf den Strassen. Also ich glaube mittlerweile haben wir irgendwie eine Grundimmunit\u00e4t und auch eine hohe Durchimfpung und das scheint ja aktuell zu funktionieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und um das noch abzuschliessen: China stemmt sich ja dagegen, ausl\u00e4ndische Impfstoffe einzusetzen. Es wird dort also kein Biontech\/Pfizer etc. verimpft, sondern nur der eigene Impfstoff, und der scheint nicht besonders gut zu helfen. Daher wird auch dort der Zeitpunkt des Erwachens kommen, denn der Druck auf die Wirtschaft in China steigt und somit wird sich die Situation irgendwann auch wieder normalisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Bevor wir das Thema abschliessen, wollte ich noch eine kurze Randbemerkung machen. F\u00fcr mich ist es auch absolut unverst\u00e4ndlich, wieso China auf diesem \u201eZero-Covid-Kurs\u201c bleibt. Ich kenne es sehr gut von Neuseeland. Mein Bruder hat sehr lange in Neuseeland gelebt und wir hatten gerade einen Freund von Neuseeland zu Besuch. Ich habe ihn gefragt, wie das mit der \u201eZero-Covid-Strategie\u201c bei ihnen war und er hat gesagt, es sei okay gewesen. Logischerweise sind aufgrund der vollkommenen Isolation wirtschaftliche Sch\u00e4den entstanden, aber bez\u00fcglich der Freiheiten gab es da nie ein Problem. Die \u201eZero-Covid-Strategie\u201c wurde solange gefahren, bis auch in Auckland der erste Omikron-Fall auftauchte. Dabei haben sie sofort erkannt, dass sich diese Strategie nicht mehr halten l\u00e4sst und umgehend einen anderen Kurs eingeschlagen. Jetzt f\u00e4llt nat\u00fcrlich auf, dass sie durch die \u201eZero-Covid-Strategie\u201c in einen enormen R\u00fcckstand geraten sind. Und f\u00fcr mich ist es wirklich absolut unverst\u00e4ndlich, wieso China diesen Kurs beibeh\u00e4lt, weil man evidenzbasiert zu einer anderen Entscheidung kommen m\u00fcsste.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Man muss es wie folgt betrachten: In autokratisch gef\u00fchrten Staaten und bei der CCP geht es h\u00e4ufig nicht um Logik, sondern um Macht und in diesem Falle geht es darum, das Gesicht zu wahren. Vergiss nicht: In den vergangenen 2.5 Jahren haben sie mit dem Finger auf den Westen gezeigt und gesagt: \u201eSchaut mal, Demokratien sind schlecht, sie k\u00f6nnen nichts gegen eine Pandemie unternehmen. Die Menschen sterben wie die Fliegen. Schaut mal wie gut wir sind, weil wir zentralistisch organisiert sind, wir haben \u201eZero-Covid\u201c&nbsp;\u2013 wie wunderbar\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Wir haben den Preis f\u00fcr die Freiheit bezahlt, sind aber irgendwie durchgekommen. China steht erst am Anfang. Dass Xi Jinping jetzt den Kurs wechselt und sagt: \u201eIch lag falsch\u201c&nbsp;\u2013 das wird nicht passieren. Wir werden sehen, wie lange er an der Geschichte festh\u00e4lt&nbsp;\u2013 wie fr\u00fcher mit Mao und Stalin und all diesen Freunden. Sie haben der Bev\u00f6lkerung ja enormen Schaden zugef\u00fcgt, aber sich mit Sicherheit nicht reflektiert und sich eingestanden, dass sie Fehler gemacht haben. Diese Kultur herrscht da nicht vor. Dort herrscht die Kultur \u201eIch habe entschieden, ich habe absolute Macht inne und es wird so gemacht, egal, was es kostet.\u201c Mal schauen, wie lange dies so weitergeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Mal abgesehen von den gesundheitspolitischen Aspekten, die man aufgrund des Ukraine-Konflikts derzeit etwas vergisst. Aber man vergisst vielleicht auch, was es bedeutet, wenn so eine Metropole wie Shanghai in China in einen kompletten Lockdown geschickt wird. Und das, wie wir schon mehrmals diskutiert haben, in einer Wirtschaftslage, die in China alles andere als ideal ist. Stichwort Evergrande, aber auch Stichwort Energiekrise, in der stellenweise keine Energie f\u00fcr gewisse Produktionsst\u00e4tten vorhanden war. Und ich glaube, Europa vergisst ein bisschen, und du hast das schon mehrmals betont, was es bedeutet, wenn dieser Markt zu schw\u00e4cheln beginnt und welche direkten Auswirkungen das f\u00fcr uns als Exportnation bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Es ist ja nicht nur das, sondern generell auch die Verzahnung der globalisierten Welt. Man sieht ja, wie viele Probleme der Ukraine-Konflikt neben dem ganzen Leid, den Fl\u00fcchtlingen und den Sanktionen allein schon im Land selbst mit den Lieferketten ausl\u00f6st. Und ich meine, Ukraine in Relation zu China, das ist eine ganz andere Hausnummer. Und ich glaube China steht mittlerweile schon das Wasser bis zum Hals. Also da bleibe ich dabei, dass das wirklich nur eine Frage der Zeit ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was in den vergangenen Wochen und Monaten ein bisschen am Mainstream vorbei ging, ist, dass sie ja massiv interveniert und finanziell gest\u00fctzt haben. Gerade diese oder letzte Woche haben sie verk\u00fcndet, dass sie nochmals gigantische Pakete f\u00fcr Immobilienentwickler und f\u00fcr Banken, die Hypotheken finanzieren, geschn\u00fcrt haben. Davon wird nicht viel berichtet (oder es geht unter), weil der Ukraine-Konflikt im Fokus steht. Aber China ist komplett am Tiefpunkt. Sie haben auch nochmals weiteres Kapital in die Unternehmen gesp\u00fclt, also da l\u00e4uft momentan einiges schief. Und jetzt kommt eigentlich zum ung\u00fcnstigsten Zeitpunkt noch Omikron hinzu. Also wie sie aus dieser Krise wieder herauskommen wollen, werden wir dann sehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Und ich gebe da immer gerne nochmals die Gr\u00f6ssenrelationen. Ich weiss, wir haben es schon viele Male gesagt, aber wir reden hier nicht von einer, sondern von zehn dutzenden Unternehmen mit Verschuldungsgraden, die dementsprechend hochverschuldete europ\u00e4ische Staaten haben. \u00dcbertr\u00e4gt man die Situation auf fast jedes andere Land der Welt, w\u00e4re dort sofort Schluss und Aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Betrachten wir nochmal das Thema Inflation: Stell dir vor, wir haben jetzt eigentlich einen perfekten Giftcocktail: Hohe Inflation und Not, Zinsen anzuheben, \u00fcberbewertete Aktienm\u00e4rkte, China kurz vor dem Kollaps, Krieg in der Ukraine, Sanktionen gegen Russland, hohe Energiepreise. Was tust du, wenn du Verm\u00f6gen besitzt und nicht m\u00f6chtest, dass das von heute auf morgen pl\u00f6tzlich nichts mehr wert ist? Wie sch\u00fctzt du dich gegen all das? Wir haben es vorher besprochen, Geld&nbsp;\u2013 Fiatgeld&nbsp;\u2013 ist extrem inflation\u00e4r. Die Immobilien in der Schweiz sind sehr stark begrenzt. Kombiniert mit dem Grundbed\u00fcrfnis nach Wohnraum, was bedeutet das dann f\u00fcr den Schweizer Immobilienpreis? Meiner Meinung nach kann das nur bedeuten, dass die Attraktivit\u00e4t weiter steigt und die Zinsen immer irrelevanter werden. Wenn du heute mit deinem Verm\u00f6gen dastehst und dich gerne absichern m\u00f6chtest, in was investierst du? Welche Alternativen bleiben? Und auch wenn du es in Schweizer Franken anlegst und die -0.75% in Kauf nimmst. Stell dir vor, wenn der US-Dollar, der Euro und all diese grosse W\u00e4hrungen so viel Inflation ausgesetzt sind, dann werden viele Menschen in den Franken fl\u00fcchten. Das bedeutet, dass wir wieder das gleiche Problem haben: Die SNB muss sicherstellen, dass der Franken weiter abschw\u00e4cht. Es kann also durchaus sein, dass der Druck noch h\u00f6her wird mit dem Negativzins und die Zinsen tief zu halten, denn der Franken muss ja m\u00f6glichst unattraktiv bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Also kurz die Ausgangslage und wie sie allgemein auf dem Markt beurteilt wird: Die CS hat gerade eine Prognose abgegeben, dass sie sich durchaus vorstellen kann, dass 2023 die SNB in zwei Zinsschritten auf 0% geht. Was muss daf\u00fcr passieren? Die SNB muss den Spielraum bekommen und zwar haupts\u00e4chlich dadurch, dass die EZB reagieren wird. Solange die EZB nicht reagiert, hat die SNB keinen Spielraum, weil das bedeuten w\u00fcrde, dass der Franken gest\u00e4rkt wird. In den USA hat es bereits begonnen, in Europa wurde die Inflation massiv angezogen. Das heisst also, dass davon auszugehen ist, dass die EZB irgendwann an der Zinsschraube drehen wird. Das ist gar nicht so unwahrscheinlich und das w\u00fcrde dann eventuell Spielraum geben. Ob das wirklich passiert, steht in den Sternen. Ich betone das immer wieder gerne, denn: s\u00e4mtliche Zinsprognosen, die ich \u00fcber die letzten 15&nbsp;Jahre geh\u00f6rt habe, haben sich einfach nicht bewahrheitet. Man konnte Covid nicht voraussehen, niemand hat mit dem Ukraine-Konflikt gerechnet, niemand hat mit einer erneuten Eskalation der Pandemie-Situation in China gerechnet und so weiter. Aber grunds\u00e4tzlich ist das die Roadmap, die momentan aufgezeichnet wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes Thema, welches du schon am Rande erw\u00e4hnt hast: Wir sprechen \u00fcber die Attraktivit\u00e4t von Schweizer Wohnraum. Ich habe die ersten Leerstandsprognosen f\u00fcr 2022 geh\u00f6rt, Tendenz ist weiter sinkend. Was extrem ist, wenn man es medial betrachtet. Vor 2&nbsp;Jahren haben wir davon geredet, dass das ein riesiges Problem wird, dass es explodieren wird, da wir zu viele Wohnungen haben. Aktuell stehen wir vor einer kritischen Situation, denn die Leerst\u00e4nde haben wirklich einen problematischen Tiefpunkt erreicht. Und ich h\u00f6re auch vermehrt, dass Menschen auf der Suche nach Wohnraum in gewissen Regionen keine ansprechende Auswahl mehr haben, wenn beispielsweise auf Homegate oder auf anderen Websiten gesucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Absolut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Hinzu kommt die Fl\u00fcchtlingssituation in der Ukraine. Meines Wissens haben bis dato 15&#8217;000 Menschen einen Schutzstatus beantragt. Diese Menschen sind gewillt zu arbeiten&nbsp;\u2013 ob das immer so einfach ist, sei mal dahin gestellt. Wenn ich zus\u00e4tzlich aber die Bilder in der Ukraine sehe, muss man sich fragen, ob die Menschen in einem Jahr die Grundlage haben, zu sagen: \u201eDanke, ich gehe wieder zur\u00fcck\u201c. Zum einen, weil einfach der Lebensraum zerst\u00f6rt wurde, zum anderen aber auch aufgrund der Implikationen f\u00fcr den Arbeitsmarkt. Sehr viele ausl\u00e4ndische Firmen, die ihre Werke schliessen mussten, werden nach Ende des Krieges mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr vor Ort wieder er\u00f6ffnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Das wird lange dauern. Auch wenn der Krieg morgen vorbei w\u00e4re, w\u00fcrde es ca. 5\u201310&nbsp;Jahre dauern, bis sich das wieder normalisiert hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Zu der Zuwanderung in der Schweiz, die eh schon positiv ist, habe ich eine Statistik und vielleicht reden wir in einer der n\u00e4chsten Folgen etwas detaillierter dar\u00fcber. Bis 2050 betr\u00e4gt die Zuwanderungs-Prognose f\u00fcr die Schweiz +1.8&nbsp;Millionen, also +20%. Vergleicht man dies mit dem Euroraum bis 2050, dann stagnieren die Zahlen dort bei etwa 3%. Die Prognose von Eurostat f\u00fcr Deutschland besagt bis 2050 dagegen eine Abwanderung von 6&nbsp;Millionen Menschen. Also l\u00e4ngerfristig ist die Schweiz, zumindest so, wie es heute analysiert wird, wirklich eine \u201eZuwanderungsinsel\u201c innerhalb eines europ\u00e4ischen Kontextes, der diesbez\u00fcglich einfach stagnieren wird. Ich glaube, das sind extrem wichtige Voraussetzungen, die man im Hinterkopf behalten muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Also ich glaube, wor\u00fcber man sich klar werden muss, ist, dass die Zeiten von garantiertem Wohlstand, von Bequemlichkeit, von Komfort in Europa vorbei sind. Und die kommen in absehbarer Zeit auch nicht wieder. Und das ist genau das, was du sagst. Du hast die Zuwanderung und sinkende Leerstandsquoten. Wenn diese sinken, gibt es nicht gen\u00fcgend Spielraum f\u00fcr Mieter bzw. f\u00fcr Wohnungswechsel. Das \u00fcbt Druck auf die Preise aus, Wohnen wird teurer, das wiederum kann die Inflation abfedern. Also als Immobilienbesitzer bist du wieder gut dran.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann der Arbeitsmarkt in der Schweiz: Ich meine, ich habe viel gelesen \u00fcber diese \u201eGreat Resignation\u201c, bei der die Leute sagen: \u201eEy, wir haben jetzt zwei Jahre lang zuhause gearbeitet und haben trotzdem Lohn bekommen, in gewissen L\u00e4ndern haben wir sogar noch Helikoptergeld erhalten, das gef\u00e4llt mir&nbsp;\u2013 Nichtstun, Geld bekommen, alles sch\u00f6n bequem.\u201c Jetzt hast du aber pl\u00f6tzlich, um deine Zahl aufzugreifen, 15&#8217;000 zus\u00e4tzliche Konkurrenten. Die Ukrainer sind h\u00e4ufig hoch ausgebildete, international ausgerichtete Arbeitskr\u00e4fte. Viele, sehr gebildete Menschen und diese werden sicherlich keine Arbeitsstellen im Strassenbau suchen, sondern werden um Arbeitspl\u00e4tze konkurrieren, die theoretisch auch ein Schweizer bekleiden kann. Und dann frage ich mich, wie lange diese Bequemlichkeit noch andauern kann. Diese \u201eGreat Resignation\u201c ist f\u00fcr mich einfach nur ein Zeichen von zu viel Wohlstand, wo es den Leuten zu gut ging, man sich fast alles erlauben konnte und nichts mehr liefern musste. Ich denke, das wird sich \u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, wenn man sich in diesem Kontext einmal die Vereinigten Staaten von Amerika ansieht: Man kann von ihnen halten, was man m\u00f6chte und f\u00fcr mich sind sie einer der Hauptkriegstreiber weltweit, die meiner Meinung nach an der aktuellen Situation \u00fcberhaupt nicht unschuldig sind. Was bei ihnen aber anders ist: sie sind Krisen und \u201eUp and Downs\u201c gewohnt. Das war wirklich Turbo-Kapitalismus und bei ihnen w\u00e4chst der Immobilienmarkt mal schnell um 100% und korrigiert sich wieder um 150%. Die Menschen nehmen das hin und arbeiten sich ab, um aus dieser Situation wieder herauszukommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In Europa haben wir diese Mentalit\u00e4t nicht. Das heisst, ich glaube, die USA kommen da schon wieder raus aus der Geschichte, aber wie Europa das meistern will, weiss ich im Moment nicht. Auch wie die Situation der Schweiz sein wird, weiss ich nicht&nbsp;\u2013 ob wir es schaffen werden, obwohl wir jetzt einen Teil unserer Neutralit\u00e4t aufgegeben haben&nbsp;\u2013 ohne jetzt zu beurteilen, ob das gut oder schlecht ist. Die ganzen Vorteile, die wir in der Schweiz hatten, werden mit zunehmender Assimilierung zu Europa abnehmen. Da wir mittlerweile alles nachmachen, was Europa macht, frage ich mich, wo hier noch der Standortvorteil bleibt. Und dann stellt sich auch die Frage, wo es mit der Schweiz und unserem Wohlstand hingeht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Zum Abschluss dieser Folge \u201eAktuelle Marktsituation: Kommen jetzt Korrekturen?\u201c w\u00fcrde ich dir jetzt gerne die Frage stellen (wobei ich betonen m\u00f6chte, dass du CEO einer Firma bist, die Rendite-Immobilien vermittelt). Aber ich weiss, dass du gut argumentieren k\u00f6nntest, falls deine Antwort \u201eNein\u201c lauten w\u00fcrde. Daher die Frage: \u201eKommen jetzt Korrekturen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Nein. Absolut nicht. Ich glaube, ich habe es in der letzten halben Stunde gut dargelegt. Meiner Meinung nach werden die Preise nochmals deutlich ansteigen und Korrekturen im Immobilienmarkt in der Schweiz ausbleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Gut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert Plantak<\/strong>: Vielen lieben Dank.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Michael Meier<\/strong>: Dankesch\u00f6n. Ich bedanke mich f\u00fcrs Zuh\u00f6ren, bis zum n\u00e4chsten Mal. Wir werden diesen Podcast in Zukunft wieder regelm\u00e4ssig publizieren, keine Angst. Danke f\u00fcr Ihr Interesse. Auf Wiedersehen!<\/p>\n","protected":false},"featured_media":25958,"parent":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"subtitle":"How to Real Estate Podcast #25","podcast_id":0},"categories":[147],"tags":[],"class_list":["post-25955","podcast","type-podcast","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Martksituation - Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wie wird der Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt beeinflusst?\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"crowdhouse :: Switzerland\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-09-17T22:16:36+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1920\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1080\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:title\" content=\"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?\" \/>\n<meta name=\"twitter:description\" content=\"Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"24 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/\",\"url\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/\",\"name\":\"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png\",\"datePublished\":\"2022-04-12T12:33:07+00:00\",\"dateModified\":\"2024-09-17T22:16:36+00:00\",\"description\":\"Martksituation - Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png\",\"width\":1920,\"height\":1080},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Aktuelle Marktsituation | Kommen jetzt Korrekturen?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/#website\",\"url\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/\",\"name\":\"crowdhouse :: Switzerland\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?","description":"Martksituation - Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?","og_description":"Wie wird der Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt beeinflusst?","og_url":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/","og_site_name":"crowdhouse :: Switzerland","article_modified_time":"2024-09-17T22:16:36+00:00","og_image":[{"width":1920,"height":1080,"url":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png","type":"image\/png"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_title":"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?","twitter_description":"Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?","twitter_misc":{"Est. reading time":"24 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/","url":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/","name":"Marktsituation - Kommen nun Korrekturen?","isPartOf":{"@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png","datePublished":"2022-04-12T12:33:07+00:00","dateModified":"2024-09-17T22:16:36+00:00","description":"Martksituation - Wie beeinflussen der Ukrainekonflikt und die weltweite Inflations- und Energieproblematik den Schweizer Finanz- und Immobilienmarkt?","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#primaryimage","url":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png","contentUrl":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2022\/04\/Thumbnail_16x9_Podcast_25.png","width":1920,"height":1080},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/podcasts\/aktuelle-marktsituation-kommen-jetzt-korrekturen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Aktuelle Marktsituation | Kommen jetzt Korrekturen?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/#website","url":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/","name":"crowdhouse :: Switzerland","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/podcast\/25955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/podcast"}],"about":[{"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/podcast"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25958"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/crowdhouse.com\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}