Renditeobjekt kaufen – alle Möglichkeiten zur Finanzierung im Überblick

Sie sind auf der Suche nach einer möglichst sicheren Geldanlage? Viele klassische Anlageformen sind eher risikoreich. Eine gute Alternative sind Renditeobjekte in Form von Immobilien: Durch ihren Sachwert sind sie im Vergleich zu anderen Anlagen relativ wertstabil und die Risiken von Wertschwankungen eher gering. Lesen Sie, wie Sie die Rendite einer Immobilie berechnen können und welche Alternativen es zum Alleinkauf von einem Renditeobjekt gibt, um langfristig und solide Kapital aufzubauen.

Definition Renditeobjekt

Als Rendite-Immobilie oder Renditeobjekt bezeichnet man eine Immobilie, mit der eine Rendite erwirtschaftet werden soll. Der Fokus liegt dabei auf der Generierung von Einnahmen. Diese erzielen Sie als Eigentümer durch Vermietung des Objektes. Sie nutzen bzw. bewohnen die Immobilie also nicht selbst, sondern vermieten sie an Dritte.

Eine Rendite wird nur erwirtschaftet, wenn die jährlichen Mieteinnahmen höher sind als die Ausgaben für die Immobilie. Zu den laufenden Ausgaben gehören zum Beispiel anfallende Renovierungskosten, Verwaltungskosten und Zinsen für eine allfällige Hypothek. Der Kaufpreis der Immobilie sowie die Kaufnebenkosten sind als einmalige Kosten zu verbuchen. Ziel eines Renditeobjekts ist es, durch die Einnahmen aus Vermietung die Hypothekarzinsen und weitere laufende Kosten zu begleichen und danach Überschüsse bzw. einen Gewinn zu erwirtschaften. Ein Renditeobjekt kann damit zur Kapitalvermehrung oder als passives Einkommen eingesetzt werden.

Immobilienarten als Rendite-Immobilien

Verschiedene Arten von Immobilien eignen sich als Renditeobjekt. Bei der Auswahl der passenden Immobilie spielt natürlich vor allem das Investitionskapital eine grosse Rolle. Je nach Höhe der Investitionssumme kommen unterschiedliche Immobilienarten in Frage. Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäuser, aber auch Mehrfamilienhäuser im Miteigentum eignen sich für ein geringeres Startkapital. Für Investoren mit viel Kapital (ab CHF 3 Mio.) eignen sich Mehrfamilienhäuser, Wohnanlagen, Industrieanlagen oder Geschäftshäuser im Alleinkauf. Der Objekttyp sollte nach Ihrer individuellen Vermögensstrategie ausgewählt werden.

Zusammenfassend eignen sich die nachfolgenden Immobilienarten als Objekte, um eine Rendite zu erzielen:

  1. Wohnungen (zur Weitervermietung)
  2. Mietobjekte
    • Mehrfamilienhäuser
    • Geschäftshäuser
  3. Wohnanlagen bzw. Überbauungen
  4. Bürogebäude/-komplexe

Wohnungen

Sie eignen sich als Renditeobjekte, wenn nicht gleich ein ganzes Haus gekauft werden soll und die zur Verfügung stehende Investitionssumme kleiner ist. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch gut über die Lage der Wohnung informieren. So kann auch eine gut ausgestattete Wohnung an zentraler Lage durch die hohen Kosten (Kauf wie auch Unterhalt) trotz ausreichender Mieteinnahmen eine niedrige Rendite generieren.

Daneben sollten Sie sich bei einer Eigentumswohnung immer bewusst sein, dass Sie ein nicht zu vernachlässigendes Leerstands-Risiko eingehen. Kündigt die einzige Mietpartei, fallen Ihre Einnahmen komplett weg, während Sie laufende Kosten wie Hypothekenzinsen, Steuern etc. weiter tragen müssen.

Mietobjekte

Um ein Renditeobjekt in Form eines Mehrfamilien- oder Geschäftshauses zu kaufen, bedarf es einer etwas grösseren Investition. Die Investition in ein Mietobjekt bringt folgende Vorteile mit sich:

  • geringere Verwaltungskosten als bei Wohnungen, da es nur einen Eigentümer gibt bzw. Miteigentum besteht
  • geringeres Klumpenrisiko bei Mehrfamilienhäusern, da das Ausfallrisiko (Nichtzahlung der Miete, Leerstand)  besser abgefedert werden kann

Wohnanlagen / Überbauungen

Überbauungen mit mehreren Gebäuden eignen sich bestens für Investoren mit grösserem Budget. Beachten Sie: Zur Überbauung zählen jeweils auch die Freizeitflächen im Freien, die viel Pflege benötigen. Diese muss unbedingt in den laufenden Kosten berücksichtigt werden. Überbauungen bieten den klaren Vorteil, dass aufgrund der grossen Zahl an Wohnungen die Auswirkung einer einzelnen leerstehenden Wohnung auf die Rendite relativ gering ist.

Bürogebäude / -komplexe

Bürogebäude oder -komplexe erwirtschaften meist mehr Rendite als Wohnimmobilien. Sie sind jedoch auch mit höheren Risiken behaftet. Da hier grössere Flächen als bei Wohnungen üblich sind, stellt der Leerstand einzelner Büros einen deutlicheren Verlust dar. Nicht zuletzt hat die weltweite Corona-Pandemie gezeigt, wie stark Büro- und Gewerbeflächen von der Konjunktur abhängig sind. Die Nachfrage kann je nach wirtschaftlicher Lage kurzfristig sinken. Doch Büro-Immobilien haben auch Vorteile, zum Beispiel ist das Mietrecht im Gewerbebereich eher vermieterfreundlich.

Auswahl von einem rentablen Renditeobjekt

Ohne Marktkenntnisse im Bereich der Renditeimmobilien wird es schwierig, ein rentables und langfristig gewinnbringendes Objekt zu finde. Zuerst sollten Sie sich für eine Immobilienart entscheiden, die Ihrem Budget entspricht. Weiter brauchen Sie Sachverstand und Marktkenntnisse für die Beurteilung: Immobilien, die zunächst einen guten Eindruck machen, können sich als höchst unrentabel erweisen. Lassen Sie das Objekt unbedingt von einem Profi begutachten und bewerten und begehen Sie das Wunsch-Objekt zusammen mit einem geprüften Sachverständigen. Um eine wirklich rentable Immobilie zu erwerben, sollten Sie neben der Kalkulation der Kennzahlen folgende Faktoren prüfen:

  • Standort, Lage und Infrastruktur
  • Qualität, baulicher Zustand und Grundriss
  • Nutzungsmöglichkeiten
  • Mietpreisentwicklung und Mieterspiegel
  • Zukunftspotenzial und Marktsituation

Standort, Lage und Infrastruktur der Renditeimmobilie

Informieren Sie sich umfassend über die Lage Ihrer zukünftigen Immobilie. Nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten oder Innenstadtlagen sind sehr attraktiv, allerdings nicht zwingend auch lukrativ oder rentabel. Renditeobjekte in solchen Lagen können oft auch eher teuer sein. Eine schlechte Lage wirkt sich negativ auf den Preis von Wohn- und Gewerbeimmobilien aus. In weniger attraktiven Lagen kann es schwierig sein Mieter zu finden. Dies kann zu vermehrtem Leerstand führen.

Mit der Leerwohnungsziffer der Schweiz können Sie sich einen ersten Überblick über den Wohnungsleerstand der Region verschaffen. Dieser ist in den vergangenen 2 Jahren schweizweit kontinuierlich gesunken. Im nachfolgenden Blog-Artikel erläutern wir, wie der aktuelle Wert von 1.31 % (Stand September 2022) einzuordnen ist und wie er erhoben wird.

Zum weiterführenden Artikel «Leerwohnungsziffer Schweiz»

Qualität und baulicher Zustand eines Renditeobjekts

Eine Besichtigung Ihrer gewünschten Immobilie vor dem Kauf ist Pflicht. Bestenfalls lassen Sie sich dabei von einem zertifizierten Sachverständigen begleiten, der ein Wertgutachten erstellt. Neben offensichtlichen Mängeln sollten Sie auch die Qualität und den allgemeinen baulichen Zustand der Immobilie näher betrachten. Zum baulichen Zustand zählt zum Beispiel die Dämmung des Hauses. Aber auch beim Sanierungsstand sollten Sie genau hinschauen.

Zukünftige und zeitnah notwendig werdende Instandhaltungsarbeiten können teilweise anhand des baulichen Zustands und des Alters des Gebäudes kalkuliert werden. Zum Beispiel sollte alle 20 Jahre ein neuer Aussenanstrich erfolgen. Für solche regelmässig anfallenden Arbeiten sollten Sie jährlich etwa 1,5 % des Kaufpreises als Rückstellung ansparen. Sofern die Renovationen werterhaltend sind, können Sie die Kosten dafür in der Steuer geltend machen.

Nutzungsmöglichkeiten von einem Renditeobjekt

Das potenzielle Renditeobjekt muss sich für die jeweilige Nutzungsmöglichkeit eignen. Ein Renditeobjekt kann als Wohn- oder als Gewerbeimmobilie genutzt werden. Auch hier kann die Lage entscheidend für die Nutzungsmöglichkeit sein. Beispielsweise lassen sich Mehrfamilienhäuser mitten im Industriegebiet tendenziell weniger gut vermieten als in einer familienfreundlichen Gegend.

Zum weiterführenden Artikel «Rendite berechnen»

Mietpreisentwicklung und Mieterspiegel

Die Mietpreisentwicklung in der Schweiz ist im Unterschied zu vielen anderen Ländern gesetzlich geregelt. Durch die Kopplung der Mieten an den hypothekarischen Referenzzins steigen sie nur sehr leicht. Je nach Zinsentwicklung sinken sie sogar. Um die Mieten eines Renditeobjekts einschätzen zu können, nutzen die Analysten von Crowdhouse sogenannte Mietquantile.

Zukunftspotenzial von einem Renditeobjekt

Es ist wichtig zukünftige Rendite-Entwicklungen im Auge zu behalten. In Städten, deren Bevölkerungszahl sinkt kann es in Zukunft schwierig werden, Ihre Rendite-Immobilie auf Dauer zu vermieten. Leerstehende Objekte verursachen trotzdem Unterhaltskosten. Auch vermeintlich attraktive Lagen können sich anders entwickeln als geplant. Schauen Sie sich die Struktur und den Zustand der örtlichen Wirtschaft genau an, bevor Sie investieren: Welche Branchen entwickeln sich gut oder werden durch gesellschaftliche Entwicklungen absehbar stärker nachgefragt?

Baupolitische Aspekte sollten ebenfalls so gut wie möglich recherchiert werden. Avisierte Infrastrukturarbeiten wie Zuganbindungen, Autobahnzubringer oder Flughäfen können die Rentabilität von Immobilien langfristig stark steigern. Siedeln sich namhafte Konzerne an, können auch in dünn besiedelten Räumen die Immobilienpreise sprunghaft ansteigen. Nicht zuletzt wird auch der Klimawandel in Zukunft Einfluss auf die Immobilienpreise und Renditen haben.

Schliesslich gehört wohl auch ein Quäntchen Glück dazu, ob man eine Immobilie mit gutem Zukunftspotenzial gekauft hat. Eine die sich als „Betongold“ entpuppt.

Wirtschaftlichkeit und Kalkulation beim Erwerb einer Immobilie als Renditeobjekt

Marktkenntnisse und eine sorgfältige Kalkulation schützen Sie vor Fehleinschätzungen. Das Risiko einer Rendite-Immobilie sollte immer realistisch eingeschätzt werden. Zahlen lügen nicht, aber bei Exposés von Verkäufern ist eine gewisse Vorsicht geboten. Die Eigentümerschaft möchte seine Immobilie schliesslich im besten Licht präsentiert haben. Auch ein Blick über den Kaufpreis hinaus lohnt sich: Kaufnebenkosten, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten sowie steuerliche Aspekte.

Faktoren für Wirtschaftlichkeit und Kalkulation beim Kauf von Rendite-Immobilien

Kaufpreis und Kaufnebenkosten

Zum eigentlichen Kaufpreis der Immobilie kommen noch Kaufnebenkosten dazu. Diese können zusätzlich 8 bis 15 % der Investitionssumme ausmachen. Der genaue Anteil hängt unter anderem davon ab, in welchem Kanton sich die Immobilie befindet und ob man für den Kauf der Immobilie einen Makler beauftragt. Zu den Kaufnebenkosten gehören die folgenden Positionen:

  • Kosten für Immobilienmakler (falls benötigt)
  • Kosten für Notar
  • Kosten für Grundbuchamt
  • Kosten für Gutachter
  • Kosten für Sanierung und Modernisierung
  • Kosten für Versicherungen
  • Steuern

Hypothekenfinanzierung bei Banken

Die Finanzierung ist ein äusserst wichtiger Punkt, der gut durchdacht werden sollte. Für Immobilien, die als Renditeobjekte gekauft werden, gelten bei der Hypothekenvergabe strengere Regeln als beim Kauf für die Eigennutzung. Zu diesen Verschärfungen hat sich die Schweizerische Bankiersvereinigung (SBVg) 2020 selbst verpflichtet.

Die Zinssätze können von Bank zu Bank sehr unterschiedlich sein. Sie hängen ausserdem davon ab, wie hoch Ihr Eigenkapitalanteil ist, wie lange Sie die Zinsbindung festlegen, wie hoch die jährliche Amortisation ist usw.  Holen Sie sich immer mehrere Finanzierungsangebote ein, wenn das Renditeobjekt nicht direkt von einer Bank angeboten wird.

Übrigens: Eine Immobilienfinanzierung ganz ohne Eigenkapital, eine sogenannte Vollfinanzierung, ist in der Schweiz seit 2012 nicht mehr möglich.

Die folgenden Informationen sind wichtig für Ihre Finanzierung:

  • Der maximale Belehnungssatz eines Renditeobjekts beträgt ab 2020 75 %.
  • Entsprechend verlangen Schweizer Banken ein Eigenkapital von mind. 25 % für Renditeimmobilien.
  • Es gilt das Niederstwertprinzip. Ist der Kaufpreis höher als die Schätzung der Bank, wird der Wert der Bank für die Berechnung des Belehnungswerts herangezogen.
  • Die Hypothek muss selbsttragend sein, d. h. die Mieteinnahmen müssen höher als die Zinskosten, die Tilgung und die Unterhaltskosten sein.
  • Die Hypothekenschuld (die sogenannte zweite Hypothek) muss innerhalb von zehn Jahren auf mindestens zwei Drittel des Belehnungswerts getilgt werden.  
  • Banken prüfen meist die Bruttorendite.
  • Banken führen zudem Verkehrswertschätzungen durch bezüglich des Standortes, Zustands der Immobilie, des notwendigen Sanierungsbedarfs, des Baujahrs, der Bausubstanz und des Leerstands.
  • Das Eigenkapital darf nicht vollständig aus der Säule 3a oder einer Pensionskasse bezogen werden.

Festhypothek, variable Hypothek und Geldmarkt-Hypothek

Ein Renditeobjekt kann mit einer gängigen Hypothek finanziert werden. Der Klassiker ist dabei die bekannte Festhypothek, bei welcher der Zinssatz für bis zu zehn Jahre unverändert festgeschrieben wird. Eine Festhypothek hat meist eine lange Laufzeit. Steigt das marktübliche Zinsniveau mit der Zeit, profitieren Sie von vergleichsweise niedrigeren Zinsen auf Ihre Festhypothek. Fallen die Zinsen, zahlen Sie allerdings drauf.

Etwa ein Fünftel der Investoren von Renditeobjekten in der Schweiz entscheidet sich für eine Geldmarkt-Hypothek. Eine Hypothek mit festgelegter, aber kurzer Laufzeit, wie etwa die Libor-Hypothek bzw. (ab Ende 2021) SARON-Hypothek. Deren Zinssatz wird von den meisten Schweizer Banken alle drei Monate neu am Zinssatz des SARONs ausgerichtet festgelegt.

Eine dritte Option sind variable Hypotheken. Ihr Vorteil ist neben dem flexiblen Zinsniveau – der Zinssatz der variablen Hypothek orientiert sich an der Situation auf dem Kapitalmarkt – vor allem die flexible Laufzeit. Variable Hypotheken können Sie jederzeit kündigen, meist binnen drei bis sechs Monaten. Die Kehrseite der Medaille sind allerdings die Kosten dieser Hypotheken: Sie sind in der Schweiz sehr teuer und daher für Immobilienkäufer kaum empfehlenswert.

Nach Ablauf der Laufzeit sollten Sie Ihre Hypothek nicht einfach verlängern, sondern genau prüfen, ob die aktuellen Bedingungen und Zinssätze noch passen. Einige Banken verlangen für die Verlängerung nicht unerhebliche Gebühren. Hier kann man durchaus verhandeln und gegebenfalls zu einer anderen Bank wechseln.

Künftige Kosten

Auch die zukünftigen Kosten des Renditeobjekts sollten Sie unbedingt beachten. Steht in den nächsten Jahren eine Sanierung an? Reine Instandhaltungskosten können nicht auf den oder die Mieter umgelegt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Sanierung eines älteren Daches. Modernisierungsmassnahmen wie energiesparende Umbauten können Sie als Modernisierungsmieterhöhung auf die Mieter umlegen und steuerlich absetzen.

Mehr zum Thema „Renovation und Steuerabzüge“ finden Sie im hier.

Idealerweise sollten beim Kauf Ihrer Rendite-Immobilie keine direkten Sanierungen anstehen, da sonst ein Renovationsstau entstehen kann. Es ist natürlich möglich, genau dies zum Geschäftskonzept zu machen und gezielt renovationsbedürftige Objekte zu einem niedrigen Preis zu kaufen. Diese Strategie ist allerdings nur Investoren mit Erfahrung in diesem Bereich zu empfehlen.

Steuerliche Aspekte und Steuerarten

Eine gute steuerliche Absetzbarkeit wirkt sich günstig auf die Rendite aus. Mieteinnahmen, die Sie als Eigentümer eines Renditeobjekts haben, müssen Sie versteuern. Sie gehören in der Steuererklärung zu den steuerbaren Einkünften. Auf Einnahmen aus Vermietung zahlen Sie Einkommenssteuer. Hier gilt der Steuersatz, den Sie auch auf Ihre anderen Einkünfte zahlen. Ausgaben, die durch die Vermietung entstehen, sind steuerlich absetzbar. Hier können Sie Steuern sparen! Je nach Kanton kann zudem eine Liegenschaftssteuer anfallen. Diese wird auch Grundsteuer oder Grundstücksteuer genannt. Grundsätzlich steuerpflichtig ist der Eigentümer der Liegenschaft. Die örtlich zuständige Steuerbehörde richtet sich immer nach dem Standort der Liegenschaft und nicht nach dem Wohnsitz des Eigentümers.

Weiterführender Artikel «Immobiliensteuern nach Kantonen»

Ausserdem muss je nach Wert der Rendite-Immobilie eine Vermögenssteuer gezahlt werden. Hier können, anders als bei der Liegenschaftssteuer, Schulden die Steuerlast senken. Eine Handänderungssteuer wird bei Eigentumsübergang eines Grundstücks fällig. Meist teilen sich Käufer und Verkäufer diese. Die Handänderungssteuer gilt auch für Schenkungen und Erbschaften. Beim Verkauf Ihres Renditeobjekts wird schliesslich noch eine Grundstücksgewinnsteuer fällig.

Steuern, die beim Kauf, Besitz oder Verkauf von Rendite-Immobilien anfallen können     

Berechnung der Rendite einer Immobilie  

Beim Erwerb eines Renditeobjekts ist die Kalkulation das A und O, damit sich Ihre Renditeerwartungen erfüllen. Kennziffern, die berechnet werden, beruhen immer auf Schätzungen. Deswegen gilt: Je detaillierter Sie die Werte ermitteln und angeben, desto genauer sind die Rendite-Kennzahlen. Renditeberechnungen sollten immer für ein ganzes Jahr gemacht werden, damit sie aussagekräftig sind. Wird ein kürzerer Zeitraum betrachtet, kann das Ergebnis der Kalkulation ungenau sein. Neben der Bruttorendite gibt es 2 Haupt-Kennzahlen zu beachten.

Eigenkapitalrendite

Finanzieren Sie Ihre Rendite-Immobilie komplett mit Eigenkapital, dann sind Eigenkapitalrendite und Nettomietrendite identisch. Die Eigenkapitalrendite gibt an, welche Rendite Sie im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital erhalten. Das eingesetzte Kapital wird also ins Verhältnis zum erwirtschafteten Gewinn gesetzt. Je niedriger das eingesetzte Kapital ist, desto höher fällt die Eigenkapitalrendite aus. Ein hoher Fremdkapitaleinsatz ist zwar riskanter, aber die Eigenkapitalrendite kann dadurch deutlich steigen. Diesen umgekehrten Zusammenhang zwischen Eigenkapital und Fremdkapital nennt man den Leverage-Effekt.

Renditeobjekt kaufen – alle Möglichkeiten zur Finanzierung im Überblick

Der Leverage-Effekt | Wie Hypotheken Rendite und Risiko hebeln

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Bei der Berechnung der Eigenkapitalrendite werden jährliche Kosten miteinbezogen. Dazu gehören:

  • Zinszahlungen
  • nicht umlegbare Nebenkosten
  • Verwaltungskosten
  • Rücklagen
  • Steuern

Sie berechnen die Eigenkapitalrendite in Prozent mit folgender Formel:

Wie man die Eigenkapitalrendite berechnet.

Nettorendite

Bei der Nettorendite wird das Verhältnis vom Reinertrag zu den Anschaffungskosten der Immobilie aufgezeigt. Folgekosten sollten mit einberechnet werden. Je älter das Objekt ist, desto höher können die Folgekosten, etwa für Sanierung und Instandhaltung ausfallen. Sie erhalten einen groben Überblick über die Attraktivität einer Rendite-Immobilie. Mit der Nettorendite können Sie einzelne Immobilien besser vergleichen. Zu den jährlichen Kosten gehören Honorare für Bewirtschaftung, Instandhaltungs- und Unterhaltskosten oder Revisionskosten. Zinsen werden hier nicht berücksichtigt.

Mit dieser Formel können Sie die Nettorendite berechnen

Hier gehts zum weiterführenden Artikel «Rendite berechnen»

Vermögensaufbau bei Renditeobjekten

Machen Sie sich Gedanken was sie mit Ihrem Renditeobjekt machen möchten. Ihnen stehen die Optionen in der Grafik zur Verfügung. Beziehen Sie selbst eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus Ihres Renditeobjekts, dann müssen Sie in Ihrer nächsten Steuererklärung einen Eigenmietwert angeben. Der Wert entspricht den Mieteinnahmen einer angenommenen Vermietung. Der Eigenmietwert wird dann versteuert.

Möglichkeiten des Vermögensaufbaus bei Renditeobjekten

Kauf und Vermietung

Mit dem Kauf und der anschliessenden Vermietung einer Rendite-Immobilie können Sie langfristig Mieteinnahmen erzielen. Die Beschaffenheit der Immobilie, aber auch ihre Lage bestimmen die Höhe der Miete. Zudem sind der energetische Standard, der Grundriss, aber auch etwa die Ausstattung mit einem Fahrstuhl ausschlaggebend für die Miethöhe.

Kauf, Sanierung und Verkauf

Bestandsimmobilien sind oft zu einem gewissen Grad sanierungsbedürftig. Zwar lockt hier meist der geringere Kaufpreis, aber Sanierungskosten sollten nicht unterschätzt werden. Am besten beauftragen Sie einen Experten, der über den baulichen Zustand ein Gutachten erstellt und Sie bei der Kalkulation der Baukosten unterstützt. Auf den Verkaufspreis muss eine Grundstücksgewinnsteuer und eine Handänderungssteuer bei Grundstücken gezahlt werden. Deren Höhe kann je nach Kanton stark variieren.

Kauf, Vermietung und späterer Verkauf

Bei Veräusserung der Rendite-Immobilie kann sich ein Teil der Rendite auch aus dem Verkauf ergeben. Denn im Verlauf der Zeit steigen gute Renditeobjekte im Wert. Nachdem Sie das Objekt einige Zeit vermietet haben, möchten Sie es vielleicht wieder verkaufen. Auf den Verkaufspreis zahlen Sie dann eine Grundstücksgewinnsteuer und die Handänderungssteuer.

Crowdinvesting als Alternative zum Kauf von einem Renditeobjekt

Sie möchten nicht so viel Kapital investieren und weder die Verwaltung noch das Management einer Rendite-Immobilie auf sich nehmen? Dann ist Crowdinvesting eine gute Alternative, mit der Sie trotzdem von Renditeobjekten profitieren können. Über Online-Plattformen investieren Sie gemeinsam mit anderen Anlegern in Renditeobjekte. Sie bringen die notwendige Summe also in einer Gruppe auf. Crowdinvesting wird deshalb auch „Schwarmfinanzierung“ genannt.

Der Vorteil an dieser Methode ist, dass Sie kleinere Summen anlegen und trotzdem in mehrere Immobilien gleichzeitig investieren können. So streuen Sie Ihr Risiko und erhöhen die Renditechance. Crowdinvesting ist eine gute Anlage-Alternative, die immer beliebter wird.

Fazit: Risiken und Chancen von einem Renditeobjekt

Eine Rendite-Immobilie ist eine wertstabile Anlage, die durch ihren Sachwert relativ inflationssicher ist. Renditeobjekte können Wohnungen, Ein- oder Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien sein. Der Erwerb bringt allerdings immer ein gewisses Risiko mit sich.

Trotzdem: Mit einem Renditeobjekt können Sie mehr Rendite erwirtschaften als mit anderen klassischen Bankprodukten wie Obligationen. Sie stellen eine gute Möglichkeit dar, um langfristig Kapital aufzubauen und zu vermehren. Marktkenntnisse sind bei dieser Art von Investition allerdings unerlässlich. Eine sorgfältige Kalkulation sowie ein Wertgutachten schützen vor Fehleinschätzungen, auch wenn es zeitaufwendig und teuer ist. Mit einem klar strukturierten Ablauf können Sie die richtige Kaufentscheidung treffen.

Eine gute und immer beliebtere Alternative zum Kauf einer Rendite-Immobilie ist das Crowdinvesting. Dafür brauchen Sie deutlich weniger Eigenkapital und ein grosser Teil des Arbeitsaufwands wird Ihnen abgenommen – zum Beispiel von uns.

Die bereitgestellten Informationen dienen Werbezwecken. Sie sind nicht als persönliche Empfehlung aufzufassen und berücksichtigen weder die Anlageziele noch die Anlagestrategien oder die finanzielle Situation oder Bedürfnisse einer bestimmten Person. Die Informationen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer finanziellen Transaktion irgendeiner Art dar. Crowdhouse gibt keine Gewähr hinsichtlich des Inhalts und der Vollständigkeit der Informationen und lehnt jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung der Informationen ergeben. Die Informationen sind nur zum Zeitpunkt ihrer Erstellung aktuell und können sich jederzeit ohne Vorankündigung ändern. Ohne schriftliche Genehmigung von Crowdhouse dürfen diese Informationen weder vervielfältigt noch an Dritte verteilt beziehungsweise weitergegeben werden. Crowdhouse erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Im Zusammenhang mit Immobilienanlagen bestehen diverse Risiken (u.a. Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen, Bewertungsrisiko, Marktrisiko bezüglich Mieterträgen, Zinsentwicklung, begrenzte Liquidität im Immobilienmarkt, Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung, Instandsetzung- und haltung von Liegenschaften). Eine nicht abschliessende Aufzählung solcher Risiken kann unter https://crowdhouse.com/ch/de/risikohinweise abgerufen werden. Es wird empfohlen, sich vor jeder Investition in Immobilienanlagen von einem Finanz- und/oder Steuerexperten beraten zu lassen.